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Ascher Racing: McLaren machte den ersten Schritt

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An neuer Hardware mangelte es der ADAC SimRacing Expo 2022 nicht – 2023 dürfte für SimRacer schon jetzt spannend werden. Während viele es kaum erwarten konnten, Simucubes neues Active Pedal auszuprobieren, hat Ascher Racing quasi aus dem Nichts eine neue Serie von McLaren-Lenkrädern vorgestellt – und die Geschichte dahinter ist hochinteressant.

Es geht nicht nur um dem Namen auf dem Lenkrad: Anstatt sich eine Lizenz für das McLaren-Logo auf seinen Wheels zu sichern, gehen die Wurzeln der neuen Hardware deutlich tiefer. Genau genommen sogar bis hin zu einem echten Rennwagen: Ascher baut das offizielle Wheel des neuen McLaren Artura GT4.

Interessanterweise bringt das offizielle Wheel die wenigsten Buttons der gesamten Range mit, ist aber als authentische und als Replika-Version erhältlich. Mehr Knöpfe und sogar eine Version mit großzügigem Display sind ebenfalls vorhanden und sorgten bei der SRE22 für Aufsehen. Die Knöpfe sind beleuchtet, und ihre Kappen sind lasergraviert und austauschbar – sogar mit der Telemetrie einer Sim können sie interagieren.

© Ascher Racing

High-End-Wheels mit einzigartigen Features sind also auf dem Weg – aber was ist die Geschichte hinter ihnen? „Der Hersteller ist tatsächlich auf mich zugekommen“, erinnert sich Ascher-Chef Martin Ascher. „McLaren hatte unser F64 in seiner Fabrik, und die Fahrer fanden die Ergonomie der Griffe cool. Sie haben den Ingenieuren gesagt, dass sie das Design für das Lenkrad des Artura GT4 beibehalten sollten.“ Dies resultierte erst in Gesprächen über eine Kooperation für das Griff-Design, weitete sich dann aber schnell auf eine vollständige Partnerschaft aus.

„Ich habe gerade an einer neuen Serie entwickelt, die schon alle Anforderungen erfüllt hat, die McLaren hatte. Sie selbst waren noch in der Konzeptphase, also haben wir meine Entwicklungen ein bisschen angepasst. Wir haben viel Arbeit hineingesteckt.“

Praktisch für Ascher: Er hatte bereits Motorsport-Tauglichkeit im Hinterkopf. „Das bedeutet, dass ich sie von Anfang an wasserdicht und resistent gegen Vibrationen und Staub machen wollte“, erklärt Ascher. Das Artura-Wheel, das SimRacer kaufen können werden, „ist identisch zu dem im echten Auto, bis auf den Chip auf der Platine der Elektronik.“

À propos Elektronik: Die erwähnte mögliche Interaktion der Knöpfe mit der Ingame-Telemetrie hat praktische Vorteile. Ascher nennt einen Anwendungsfall: „Es kann zum Beispiel der DRS-Knopf je nach Status in verschiedenen Farben leuchten. Er kann rot sein, wenn DRS nicht verfügbar ist, grün, wenn es einsatzbereit ist, und seine Farbe verändern, wenn es aktiv ist.“

Beeindruckende Technologie, die in Nürnberg bereits gezeigt wurde und auf mehreren Rigs auf dem Ascher-Stand auch getestet werden konnte. Das Interesse an den McLaren-Wheels war enorm – aber SimRacer müssen sich noch gedulden: Die Preise für die neue Hardware sollen im dritten Quartal 2023 bekanntgegeben werden.