David Perel/Twitter

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Perel: „Motorsport Games muss Lizenzen verlieren!“

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Die 24 Stunden von Le Mans Virtual 2023 in rFactor 2 haben in der SimRacing-Community kräftig Kritik einstecken müssen, allen voran vom zweifachen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen. Nachdem er mit seinem Team Redline in Führung liegend aufgab, nannte der 25-Jährige das Event „eine Clownsshow“ – und er ist nicht der einzige Profi-Rennfahrer, der deutliche Worte wählte: Langstrecken-Ass David Perel teilte seine Sicht der Dinge auf Twitter.

Der Südafrikaner hat dreimal an der virtuellen und zweimal an der echten Version der 24 Stunden von Le Mans teilgenommen und hat für das Broadcast-Team, das die Lücken während der zwei Rotphasen durch Server-Abstürze, lobende Worte parat. Damit war es das aber auch schon mit positiven Ansichten.

Der Ferrari-GT-Fahrer fordert, dass Motorsport Games, das kontroverse Unternehmen hinter rFactor 2, „seine Exklusivlizenzen so schnell wie möglich verlieren“ müsse. „Sie haben kein Geld, um dieses Chaos zu lösen, und auch keine Pläne dafür.“ Deutliche Worte des 37-Jährigen, der die Probleme des Events im weiteren Verlauf „diabolisch“ und „peinlich“ nennt, aber die Chance für andere Titel sieht, nun ins Rampenlicht zu rücken.

Während das Event für SimRacing allgemein keinen guten Eindruck vermittelte relativiert Perel aber auch den Schaden, den das problemdurchsetzte Rennen im Ansehen verursachen konnte. Verstappens Tirade wurde zwar von einigen Mainstream-Medien und Motorsport-Newsplattformen wahrgenommen, aber FOX Sports Australia zeigte mit seinem Facebook-Text zum Artikel bezüglich der Ansichten des F1-Champions, was die breite Masse wohl über SimRacing denkt: „Ähm… Er weiß, dass es nur ein Computerspiel ist, richtig?“

Perel fährt fort: „Die Mainstream-Motorsport-Presse hat kaum Notiz vom Event oder von dem, was Max gesagt hat, genommen. Es interessiert sie kaum. Wir brauchen unsere eigenen Stories. Unsere eigenen Narrative.“ Der Südafrikaner meint damit aber nicht die mittlerweile häufigen Geschichten, wie SimRacing der erste Schritt zu einer echten Rennkarriere sein kann, sondern nennt Organisationen wie die VCO, The SimGrid (wo Perel selbst involviert ist) oder deren Wettbewerber Simracing.GP und Low Fuel Motorsports sowie „alle legitimen Spieleentwickler“ als solche, die die Möglichkeiten hätten, „SimRacing als eigene Disziplin“ darzustellen.

Könnte die Kontroverse um die 24 Stunden von Le Mans Virtual 2023 also letztlich einen positiven Effekt für SimRacing haben? Stimmt ihr mit Perels Ansichten überein? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!