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Automobilista 2: Eine Frage der Zeit

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Welche Simulation die beste ist, ist ein beliebter Diskussionspunkt unter SimRacern. Jeder hat seine eigenen Vorlieben und Favoriten, und meist sind iRacing, RaceRoom oder Assetto Corsa Competizione Teil der Debatte. Automobilista 2 hingegen wird in diesen Diskussionen nur selten erwähnt. Bei der Art und Weise, wie Entwickler Reiza Studios die Simulation verbessert, dürfte es allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das ändert.

AMS2 hat seit seiner Veröffentlichung eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht: Große Updates sind ein regelmäßiger Bestandteil von Reizas Zeitplan, die sowohl neuen Content als auch als auch Physik-Verbesserungen beinhalten. Da die Madness-Engine verwendet wird, die auch die ersten beiden Teile der Project Cars-Reihe angetrieben hat, hatte die Sim bei ihrer Veröffentlichung mit vielen der gleichen Probleme zu kämpfen wie diese Titel. Und da Project Cars eine sehr umstrittene Serie war – einige schworen auf sie, andere konnten nur wenige positive Eigenschaften entdecken – wurde AMS2 mit Skepsis aufgenommen.

Bei vielen ist diese immer noch präsent. Andererseits beginnen immer mehr SimRacer, sich für die Simulation zu erwärmen. Und das könnte in Zukunft noch zunehmen: Mit den beiden jüngsten Updates hat Reiza ein verbessertes Reifenmodell für eine Reihe von Fahrzeugen eingeführt. Obwohl es noch nicht für alle Autos in der Sim verfügbar ist, sieht es so aus, als ob es das Ziel der Brasilianer ist, genau das irgendwann zu erreichen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels verfügen die folgenden Fahrzeuge und Klassen über das verbesserte Modell:

  • Formula Ultimate Gen 1 & 2
  • GTE
  • GT3
  • GT4
  • Porsche Cup 3.8L & 4.0L
  • DPi
  • Stock Car Pro (2019-2022)
  • SuperV8
  • GT1
  • P1
  • Ultima GTR Race
  • Copa Montana
  • Ginetta G55 GT4 Supercup
  • Sigma P1
  • F-Classic (alle Generationen)
  • F-V12
  • F-V10 (beide Generationen)
  • F-Reiza
  • Group C
  • GT5
  • G40 Cup
  • F-USA (alle Generationen)

Das Reifenmodell bügelt Physikfehler aus und sorgt dafür, dass sich die Autos viele eher so anfühlen, wie man es erwarten würde. Die GT3-Klasse ist eines der besten Beispiele dafür: Während die Fahrzeuge in den Vorgängerversionen stellenweise seltsam hüpften und sich völlig anders anfühlten als Autos der gleichen Klasse in anderen Sims, sind sie durch das neue Reifenmodell viel näher an ihren Counterparts dran. Auch Autos, die sich schon vorher gut angefühlt haben, wie die GTE- und DPi-Klassen, profitieren davon.

Mit den ständigen Verbesserungen von Reiza sollte es theoretisch nur eine Frage der Zeit sein, bis mehr SimRacer die Qualitäten der Sim erkennen, zumal sie seit kurzem auch auf der simracing.gp-Plattform verfügbar ist. Damit ist es möglich, Veranstaltungen mit den unterschiedlichsten Inhalten, ob historisch oder aktuell, zu veranstalten, ohne Mods herunterladen zu müssen, sodass die damit verbundenen möglichen Probleme vermieden werden. Dies könnte den Multiplayer-Part in der Simulation beleben – ein Element, das im Vergleich zu anderen Titeln noch nicht allzu oft genutzt wird. Wenn Reiza weiterhin so gute Updates herausbringt, könnte sich AMS2 also eher früher als später in die Diskussion um Top-Simulationen einbringen.