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ADAC GT Masters eSports Championship: Högfeldt startet mit Doppelsieg

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Christopher Högfeldt war der Mann der Stunde beim ersten Lauf der ADAC GT Masters eSports Championship in RaceRoom: In Brands Hatch gewann der Schwede das Sprint- und das Hauptrennen und sicherte sich damit die Höchstpunktzahl von 80 Zählern. Der amtierende Champion Moritz Löhner (Dörr Esports) erlebte hingegen einen schwarzen Rennabend und holte lediglich zwei Punkte im zweiten Rennen.

Högfeldt zeigte bei allen Sessions, dass in dieser Saison mit ihm zu rechnen ist: Der SimRacer von Virtualdrivers by TX3 startete von der Pole-Position ins 15-minütige Sprintrennen und fuhr einen klaren Start-Ziel-Sieg ein, gewann mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf Nikodem Wisniewski (Williams Esports). Erhan Jajovski (R8G eSports) wurde Dritter.

Für vier Piloten war das Rennen derweil bereits vor dem Start beendet: Max Pfeifer, Tim Jarschel (beide MRS Esports), Florian Hasse (Dörr Esports) und Marko Pejic (Veloce Esports) erlitten einen Disconnect. Auch für Löhner war früh Schluss: Der Meister von 2021 war in der Startphase in einen Unfall verwickelt, musste aufgeben.

Im zweiten Zeittraining hatte Högfeldt erneut die Nase vorn und hat somit eine gute Chance auf den Pirelli Pole Position Award, dessen Sieger am Saisonende einen Überraschungspreis erhält. Am Start ins Hauptrennen verteidigte er seine Position, blieb dann lange draußen und kam erst in der elften Runde zum Boxenstopp. Das zahlte sich aus: Der Schwede behielt die Nase vorn. Trotzdem musste er in den letzten Runden des 40-minütigen Rennens zittern: Isaac Price hatte sich mit seiner Boxenstoppstrategie auf den zweiten Rang geschoben, setzte Högfeldt unter Druck. Der Sieger des ersten Rennens konnte den Briten aber hinter sich halten und sich über Erfolg Nummer zwei sowie die Führung in der Gesamtwertung mit 80 Punkten freuen. Price sorgte selbst für sein Trostpflaster: Für die schnellste Rennrunde (1:22.647 Min.) erhält er 250 Euro. Marc Gassner (MRS Esports) komplettierte das Podium auf Rang drei, während Löhner erneut im Pech war – der Champion von 2021 drehte sich in der Boxeneinfahrt, verspielte damit die Chance auf eine höhere Punkteausbeute.

„Dieses Ergebnis ist unglaublich – damit hätte ich nie gerechnet“, freute sich Högfeldt nach den Rennen. „Price war im zweiten Rennen extrem schnell unterwegs und ich hatte schon Angst, ob ich es schaffe vorne zu bleiben. Doch ich konnte meine Position halten. Es wird hart dieses Niveau in den kommenden Rennen zu halten, aber ich gebe mein bestes“, versprach der Auftakt-Sieger.

Seine direkten Verfolger in der Gesamtwertung sind Bence Bánki (Dörr Esports), Jajovski und Wisniewski, die allesamt mit 54 Punkten auf dem Plätzen zwei bis vier liegen. „Ich hatte in den Qualifyings kein Glück und bin dementsprechend aggressiv gestartet“, resümierte Bánki. „Das war meine einzige Chance noch Plätze gutzumachen, da man in Brands Hatch nur schwer überholen kann. Ich weiß, dass ich nicht der schnellste im Feld bin, aber ich fahre sehr konstant, und darauf setzte ich in dieser Saison.“

Die nächsten Rennen der ADAC GT Masters eSports Championship steigt am 1. März. Der Schauplatz für den zweiten Lauf ist die US-amerikanische Traditionsstrecke in Watkins Glen.