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ADAC GT Masters eSports: Keithley und Högfeldt siegen in Watkins Glen

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Auch bei der zweiten Runde der ADAC GT Masters eSports Championship lief für Christopher Högfeld fast alles nach Plan: Der Schwede in Diensten von Virtualdrivers by TX3 sicherte sich in Watkins Glen seinen dritten Saisonsieg sowie Platz zwei im Sprintrennen, konnte seinen Vorsprung in der Meisterschaft ausbauen. Auch Jack Keithley (Williams Esports) beendete den Rennabend erfolgreich: Der Brite durfte sich ebenfalls über einen Sieg und einen zweiten Platz freuen und schiebt sich damit in der Tabelle von Rang sechs auf zwei. Der amtierende Meister Moritz Löhner (Dörr Esports) musste derweil auch im zweiten Lauf der Meisterschaft eine geringe Punktausbeute hinnehmen – die Titelverteidigung wird 23-Jährigen immer schwieriger.

Am Ende des Rennabends sah man mit Keithley und Högfeldt zwei sehr angestrengte, aber glückliche SimRacer. Keithley hatte von der ersten Session an zum Angriff auf den Tabellenführer geblasen, der seinerseits alles dafür tat, um sich den Briten vom Leib zu halten. Der Williams-Esports-Pilot brachte sich mit den schnellsten Rundenzeiten in beiden Qualifyings in eine perfekte Ausgangssituation, behielt im 15-minütigen Sprintrennen die Nase vorne und sicherte sich seinen ersten Saisonsieg. Högfeldt konnte den Anschluss an den Briten zwar halten, aber keinen ernsthaften Angriff setzen und musste sich so mit Rang zwei zufriedengeben.

Der Höhepunkt des Zweikampfs zwsichen Keithley und Högfeldt folgte im Hauptrennen über 30 Minuten: Keithley konnte am Start zwar die Führung halten, doch Högfeldt und Bénce Bánki (Dörr Esports) auf Rang drei ließen sich nicht abschütteln. Die Boxenstopps sollten schließlich den strategischen Ausschlag geben.

Högfeldt bog als Erster der Spitzengruppe in die Boxengasse ab, nur eine Runde später folgte Keithley. Zwischen den beiden Kontrahenten wurde es extrem knapp: Nach seinem Stopp kehrte der Brite genau neben Högfeldt auf die Strecke zurück, doch der Tabellenführer konnte sich mit seinen wärmeren Reifen durchsetzen und die Führung übernehmen. Bánki, der wiederum eine Runde später an die Box gekommen war, konnte von dem Zweikampf nicht profitieren und blieb Dritter.

Keithley hatte allerdings noch nicht aufgegeben und setzte sechs Minuten vor Schluss zum Angriff an, setzte sich neben Högfeldt. Der schlug jedoch die Tür zu und brachte Keithley, der seinen BMW gerade noch auf der Strecke und Bánki hinter sich halten konnte, damit kurzzeitig in Schwierigkeiten. Letztlich feierte Högfeldt Saisonsieg Nummer drei – „das war ein hartes Stück Arbeit“, musste der Schwede nach dem Rennen zugeben. „Vor dem Event war ich extrem nervös, aber es lief alles gut. Im Hauptrennen ging ich davon aus, dass Bénce noch länger draußen bleibt, um den Zweikampf zwischen Jack und mir auszunutzen. Jetzt freue ich mich auf den Nürburgring.“

Keithley wurde Zweiter vor Bánki, war aber nach dem harten Zweikampf sichtlich gut gelaunt. „Das zweite Rennen hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich natürlich gerne gewonnen hätte. Ich habe jede Runde 110 Prozent gegeben – es war so verdammt eng“, berichtet er. „Ich bin völlig fertig.“ Der Brite meldete zudem durch die schnellste Runde im zweiten Qualifying seine Ansprüche auf den Pirelli Pole Position Award an.

In der Tabelle führt Högfeldt mit 154 Punkten vor Keithley mit 114 Zählern. Bence Bánki liegt mit 108 Punkten auf Gesamtrang drei vor Erhan Jajovski mit 97 Punkten. Bánki sicherte sich mit seiner schnellsten Runde (1:43.4140 Min.) im Hauptrennen den mit 250 Euro dotierten Fastest Lap Award.

Weiter geht’s am 15. März: Der dritte Lauf mit zwei Rennen am Nürburgring markiert die Halbzeit der Meisterschaft.