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Asetek: Erste Eindrücke von der ADAC SimRacing Expo

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Mit seiner enormen Präsenz bei der ADAC SimRacing Expo 2022 hat Asetek SimSports seine Ansprüche in der SimRacing-Industrie eindeutig klargemacht – die Dänen peilen die Spitze an und wollen mit Herstellern wie Fanatec konkurrieren. Für viele Besucher war die SRE22 die erste Gelegenheit, ihre Hände (und Füße) an das neue Equipment zu bekommen – natürlich konnte auch SimRacing Unlimited nicht widerstehen.

Ein LED-Banner über der Aussteller-Fläche, ein LMP3-Fahrzeug, eine eigene Bühne, mehrere Simulatoren – Asetek hat keine halben Sachen gemacht, was den Expo-Auftritt anging. Nachdem sie erst vor kurzem enthüllt worden waren, zogen Aseteks Wheelbases und Lenkräder besondere Aufmerksamkeit auf sich.

Klar, das mussten wir selbst ausprobieren. Behaltet dabei aber im Hinterkopf, das diese ersten Eindrücke subjektiv sind und nicht eure eigenen Erfahrungen widerspiegeln müssen. SRU-Chefredakteur Yannik Haustein hat sich die Zeit genommen, zwei verschiedene Asetek-Setups in Nürnberg anzutesten.

Zuerst war das La-Prima-Bundle dran, das voraussichtlich ab Ende Dezember in den Versand gehen wird und den Einstiegs-Level der Asetek-Geräte darstellt. Diese Bezeichnung bedeutet aber nicht, dass die Qualität schlechter wäre: Die 12Nm-Wheelbase fühlte sich nicht wie eine Entry-Level-Base an, sondern bot starkes, aber knackiges Force Feedback, und das Lenkrad selbst wies eine hohe Qualität auf, wenn auch mit weniger Funktionen als der große Forte-Cousin – was zu erwarten war.

© SimRacing Unlimited

Einen Ferrari F2004 in Spa-Francorchamps ans Limit zu bringen macht jedes Mal Spaß, und das La-Prima-Bundle tat dem keinen Abbruch. Die Pedale hatten guten Grip für Schuhe, sollten aber auch mit Socken gut zu benutzen sein. Allerdings ist das Gaspedal einer der schwächeren Punkte des Sets – es ist recht leicht. Dies kann mit einem optionalen Upgrade-Kit allerdings behoben werden.

Diese Upgrade-Möglichkeiten finden sich immer wieder im Asetek-Lineup – das zu einem vollständigen „Ecosystem“ ausgebaut werden soll, wie wir hörten – und sorgt dafür, dass sich Features von teureren Modellen später hinzufügen lassen.

Am anderen Ende des Lineups findet sich das High-End-Equipment, welches mit derselben Kombination aus Auto und Strecke gefahren wurde. Allerdings war das Force Feedback noch auf ein GT3-Fahrzeug eingestellt und war daher schwächer als auf der La Prima. Trotzdem war es sehr gleichmäßig, und der 27Nm-Motor der Invicta-Base bietet deutlich mehr Potenzial, was das FFB angeht.

An den Pedalen zeigte sich ein bedeutender Unterschied zum La-Prima-Set, beispielsweise in der hart einstellbaren Bremse – was sie auf dem Stand auch war – und dem anpassbaren Gaspedal. Das Forte-Wheel fühlte sich ähnlich zum La Prima an, das die gleiche Grundform aufweist, das Forte hat allerdings mehr Knöpfe und Funktionen. Unterm Strich hat Asetek ein beeindruckendes Hardwäre-Debüt abgeliefert.

Der möglicherweise beste Teil kommt allerdings noch: Der Hersteller möchte SimRacer nicht mit Lenkrädern seinem System festsetzen, weshalb er mit mehreren Lenkrad-Herstellern kooperiert, um sein Quick Release mit ihren Wheels kompatibel zu machen – sogar ohne USB-Kabel! Wann der QR-Adapter verfügbar sein wird, ist noch nicht klar, aber wir haben am Stand gehört, dass er deutlich günstiger sein soll als vergleichbare Konkurrenz-Produkte.

© SimRacing Unlimited

Der Quick Release von Asetek ist dabei wahrscheinlich eine der am einfachsten zu verwendenden Lösungen überhaupt: Oben auf der Lenkachse steht ein Paddle hervor – zieht man daran, kann das Lenkrad einfach ohne große Anstrengung nach oben abgezogen werden. Um ein Wheel anzubringen, muss es einfach nur auf die Base geschoben werden – und es gibt keinen wahrnehmbaren Flex und kein Spiel im QR.

Habt ihr Aseteks Equipment bei der ADAC SimRacing Expo ausprobiert? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!