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Keine Federn, keine Elastomere: Simucube läutet Pedal-Revolution ein

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Simucube ist vor allem für seine State-of-the-Art-Wheelbases mit Direct Drive bekannt. Nun schickt sich der Hersteller aber an, SimRacing-Pedale zu revolutionieren: Nach vielen Teasern auf Social Media haben die Finnen ihr ActivePedal vorgestellt, das komplett anders aufgebaut ist als alle anderen Pedale auf dem Markt.

Die meisten High-End-Pedale mit Loadcells verwenden ein mittlerweile etabliertes Prinzip: SimRacer drücken dabei entweder auf Federn oder Elastomere, die für eine Anpassung des Pedalgefühls ausgetauscht werden können, um auf die Loadcell zu drücken und so das Input-Signal zu generieren. Das neue ActivePedal macht dies komplett anders: Simucube verspricht keine Wartung, keine Federn, und keine Elastomere – bei gleichzeitig unvergleichbaren Anpassungs-Möglichkeiten.

Anstatt sich auf mechanische Teile zu verlassen, die das Pedalgefühl beeinflussen, kann das Pedal komplett via Software angepasst werden. Dies wird durch einen Motor ermöglicht, der eine lineare Achse bewegt, an die wiederum der Pedalarm anschließt. Das Verhalten des Motors wird von der Software gesteuert, was es ermöglicht, jedes Pedalgefühl, das der User sich wünscht, zu replizieren – egal, ob es um ein hartes oder weiches Bremspedal oder gar um Gas und Bremse geht.

© Simucube

Die Integration eines Motors in das Design öffnet zudem die Tür für unzählige andere Möglichkeiten. Force Feedback kann mit dem Pedal verwendet werden, was bedeutet, dass das Gefühl von ABS in der Bremse nicht nur durch einen Vibrationsmotor, sondern präzise durch die Ingame-Telemetrie gesteuert, wiedergegeben werden kann. Gleiches gilt für nachlassende Bremsen, bei denen das Pedal langsam weicher wird, oder sogar beschädigte Bremsscheiben, die SimRacer dann sowohl im Lenkrad als auch im Bremspedal spüren würden.

Das Gefühl des Kupplungspedals dürfte mit dem System ebenfalls den nächsten Schritt gehen: Viele Pedal-Sets versuchen auf dem mechanischen Weg, das Gefühl des Schleifpunkts zu erzeugen, das ActivePedal wird dies aber viel einfacher und für unterschiedliche Autos erreichen können. Verschiedene Profile können können in der Simucube-Software gespeichert werden, um das Pedal-Setup verschiedener Fahrzeuge zu simulieren.

Dies bedeutet, dass der Wechsel von einem leichten Bremspedal aus einem normalen Alltags-Auto hin zu einem extrem harten Pedal eines Monoposto nur noch Sekunden dauert, und die Tage, in denen SimRacer dazu die Elastomere der Bremse entfernen und austauschen mussten, gehören damit der Vergangenheit an.

Das ActivePedal ist noch nicht im Verkauf, es ist aber möglich, sich auf der Simucube-Produktseite für einen Pre-Sale-Alarm anzumelden. Simucube wird als Aussteller Teil der ADAC SimRacing Expo 2022 sein – wenn ihr es nicht erwarten könnt, das neue Pedal in die Hände (oder eher vor die Füße) zu bekommen, könnte das Event in der NürnbergMesse die Gelegenheit sein, auf die ihr gewartet habt.