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IVRA Endurance Series: Urano am COTA nicht zu stoppen

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Von wegen Strategie-Tricks: Im zweiten Lauf der IVRA Endurance Series ging es ausschließlich um Pace. Urano Esports hatte davon in der LMP2- und GT-Pro-Klasse reichlich und holte als erstes Team der Saison den Sieg in beiden Kategorien.

In einem Rennen, das von einem langen Run unter Grün zum Finish geprägt war, hatte Maniti Racing die Nase in der GT3-Klasse mit über einer Minute Vorsprung vorn. Der amtierende Champion Archer Brothers hatte dort auf der Pole gestanden und sich eine gute Ausgangsposition verschafft, kam jedoch nur auf Platz fünf ins Ziel.

Die Pole-Frage in der GT3 Pro war mit vier involvierten Autos eine deutlich spannendere. Letztlich stand Puresims Esports vorn, und das Orion Race Team sorgte in der LMP2-Kategorie für eine kleine Überraschung.

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Die drei Pole-Sitter kamen gut weg und blieben in den ersten Runden in Front, dann bekam Puresism Esports allerdings als erstes Team Druck. Tatsächlich rutschte das Auto in der Rangfolge im ersten Stint immer weiter ab, auf Platz sechs ging es nach einer Stunde in die Box.

Unter den LMP2-Fahrzeugen drehte Satellite Racing die Strategie mit einem frühen Stopp früh um und holte sich nach den ersten Boxen-Halten die Führung, während Pole-Sitter Orion Racing eine 60-Sekunden-Strafe einstecken musste. Archer Brothers Esports lag in der GT3 nach einer Stunde vorn, brauchte nach seinem ersten Stopp aber wegen Schadens gleich einen zweiten, was es Maniti Racing ermöglichte, sowohl in der GT3-Pro- und GT3-Klasse vorn zu liegen.

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Die erste und einzige Gelbphase des Rennens wurde während der zweiten Runde der LMP2-Stopps ausgerufen, was ähnliche Strategien wie in Road America ermöglichte. Veloce blieb mit der LMP2-Führung draußen, verlor sie beim Restart aber sofort, kam in Turn 1 zu weit raus.

Letztlich stellte sich die Strategie von Veloce und Urano Esports als die richtige heraus, wie ihre Pace zeigte, und sie würden den Sieg unter sich ausmachen. Sim City Racing übernahm die GT3-Pro-Führung, und Prestanda NOMAD lag zunächst an der Spitze des GT3-Feldes.

Trotz seiner Beschädigungen und wegen der Gelbphase konnte sich Archer Brothers Esports bis Runde 100 wieder an die GT3-Spitze setzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Urano Esports in der GT3 Pro in Führung vorgekämpft, während die LMP2-Führung durch eine Strafe gegen Veloce vergrößert wurde.

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Govand Keanie war in der GT3 Pro auf dem Weg nach vorn. Er hatte sich auf den zweiten Platz vorgearbeitet und setzte das führende Urano-Auto unter Druck. In Turn 13 setzte er sich auf die Innenseite, während der Urano-LMP2 an beiden vorbeizog, und holte sich die GT3-Pro-Führung für das Team PGZ.

Während halbe Punkte bereits bei Renn-Halbzeit verteilt wurden, kam Tim Matzke näher an den GT3-Führenden Archer Brothers Esports heran. Als noch sieben Runden zu fahren waren, brachte er Maniti Racing in Turn 12 in Front.

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Nachdem Punkte verteilt wurden, kamen Team PGZ und Urano Esports erneut in die Box, und letzterer übernahm die Führung beim Herausfahren, vergrößerte die Lücke im dann folgenden Stint. Mit noch 80 verbleibenden Runden hatte Urano Esports außerdem einen Vorsprung von 15 Sekunden auf Veloce in der LMP2-Klasse, aber eine 10-Sekunden-Strafe nach einer Kollision mit Team PGZ sorgte aber für deutlich mehr Spannung.

Dieser Vorfall in Kombination mit kürzeren Urano-Stopps sorgte für eine deutlich komfortablere Führung für das GT3-Pro-Team. Da alle drei Führenden einen Splash and Dash zum Ende vermieden und Archer Brothers Esports in der GT3-Klasse deutlich zurückfiel war es für die drei Klassensieger ein relativ ruhiger Run bis zur Zielflagge.

Uranos GT3-Pro-Sieg und Manitis GT3-Triumph waren bereits die jeweils zweiten der Saison, während es ein erlösender Sieg für das LMP2-Team von Urano war. Diese Ergebnisse werden die Teams in letzten Rennen 2022, den 12 Stunden von Daytona, zur Saison-Halbzeit zu wiederholen versuchen.

Quelle: IVRA