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SimRacing-Hardware schnell erklärt: Lenkräder

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Ihr möchtet in die virtuellen Fußstapfen von Max Verstappen und Lando Norris treten? Euer Interesse am SimRacing-Einstieg ist seit kurzem geweckt? Wie bei einem echten Rennfahrer, spielt auch im SimRacing das Equipment eine wichtige Rolle, damit ihr möglichst viel Spaß habt und eure bestmögliche Performance abrufen könnt. In diesem Beitrag werfen wir gemeinsam mit euch schnell und kompakt einen Blick auf das Verbindungsstück zwischen Fahrer und SimRacing Rig – das Lenkrad.

Das Lenkrad als Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug oder SimRacer und SimRacing Rig, ist neben den Pedalen und dem Sitz die einzige Verbindung zu eurem Sportgerät. Auch im SimRacing gilt, je besser es sich also anfühlt, desto authentischer euer Fahrerlebnis. Dabei stehen heutzutage SimRacing-Lenkräder den realen Gegenstücken in nichts nach. Ergonomie, Materialien, Abmessungen, Knöpfe und Features können vollständig gleich sein und damit wäre es theoretisch möglich, das SimRacing-Lenkrad im echten Rennfahrzeug zu nutzen – vorausgesetzt, die Elektronik spielt mit.

Rennsport-Feelung pur

Weiches Alcantara, perforiertes Leder, eloxiertes Aluminium oder geschmiedetes Carbon – den Vorstellungen sind keine Grenzen gesetzt und SimRacing-Profis haben meistens mehr als nur ein Lenkrad zuhause. Verschiedene Renndisziplinen haben unterschiedliche Anforderungen an Rennlenkräder. Formel- oder GT-Fahrzeuge, Rallye- oder Driftsport – mittlerweile ist für jeden Racing-Enthusiast das passende Lenkrad auf dem Markt. Wir stellen euch eine Auswahl der aktuellen Lenkräder vor.

Analog unserem SimRacing-Hardware-schnell-erklärt-Beitrag zu Pedalen und Wheel Bases, seid ihr als SimRacing-Einsteiger im preisgünstigen Segment an das jeweilige Bundle-Paket gebunden. Allerdings sind auch die Lenkräder in diesem Bereich sehr gut verarbeitet. Das Logitech G923 glänzt mit gebürstetem Metall und Ledernähte wie im echten Auto sowie Mittenmarkierung am Lenkradkranz. Die integrierten Drehregler sind einstellbar und farbige LEDs zeigen den Drezahlbereich in unterstützten Rennspielen an. Neuerdings ermöglicht sogar eine programmierbare Doppelkupplung einen saubereren und schnelleren Rennstart.

In Partnerschaft mit Sparco bietet Thrustmaster sogar ein Eins-zu-Eins-Replika des Sparco P310-Competition-Rennlenkrad an, das auf der Grundlage von Praxiserfahrungen aus den Rennsportabteilungen führender Automobilhersteller entwickelt wurde. Mit einem originalgetreuen Durchmesser von 31,5 cm und einem aus Wildleder überzogenem Lenkkranz sowie Schaltwippen aus Metall seid ihr da schon trotz einem günstigen Preis sehr realitätsnah unterwegs. Für Ferrari-Fans gibt es sogar ein Replika des 599XX EVO-Lenkrads im Maßstab 8:10 und dem gleichen Alcantara-Material wie bei den echten Ferrari-Lenkrädern – direkt aus Italien importiert.

Modulare Systeme und grenzenlose Möglichkeiten

Fanatec weckt bei Lenkradkränzen eure Sammelleidenschaft mit einem modularen System und freien Auswahl im Formel-, GT-, Drift-, Klassik- oder Oval-Stil. Das Fanatec ClubSport Universal Hub sowie der Fanatec Podium Hub ermöglichen euch sogar neben den hauseigenen Lenkradkränzen aus dem Produktportfolio der Marke Fanatec, originale Lenkräder von namhaften Herstellern wie MOMO, SPARCO oder OMP zu montieren. Durch ein einfaches Sechs-Schrauben-Design könnt ihr beliebig zwischen den Lenkrädern durchwechseln und sogar die fünf Bedienelemente individuell – je nach Lenkrad – positionieren.

Eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt das Eigengewicht des Lenkrads. Je leichter das Lenkrad, desto direkter wirkt das Force Feedback der Wheel Base. Ein leichtes Lenkrad erlaubt bei einem ausbrechenden Heck oder bei einem untersteuernden Fahrzeug noch schnellere und präzisere Reaktionen.

Die SimRacing-Hardware-Schmiede aus Landshut bietet zudem auch preislich ein breites Angebot an Lenkrädern. Das CSL Lenkrad P1 für Xbox One und PC ist aktuell das günstigste Lenkrad der ClubSport-Reihe und präsentiert sich mit gebürstetem, eloxiertem Aluminium sowie Alcantara-Bezug solide verarbeitet und darüber hinaus mit 970 Gramm sehr leicht. Auch der RevStripe mit dem dreistelligen LED-Display ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich. Ein beleuchteter Streifen deutet auf den nächsten Schaltvorgang hin und das Display kann für Tuning-Einstellungen oder zur Anzeige von Telemetrie-Daten genutzt werden. Rallye-Fans dürfen sich über eine WRC-Edition des CSL Lenkrad P1 freuen.

Profi-Rennfahrer fühlen sich wie Zuhause

In der ClubSport-Reihe wird das Wechseln der Lenkräder mit dem Schnellverschluss-System noch schneller. Als Highlight der Reihe gilt das kompakte ClubSport Lenkrad Formula V2 mit 27 cm Durchmesser und mehrfarbigen LED-Leisten, OLED-Display sowie zahlreichen Knöpfe und Drehschalter. Noch eine Stufe realistischer wird es mit dem Upgrade auf das Podium Advanced Paddle Modul, das mit einem dualen Kupplungssystem und magnetischen Schalthebel mit Kohlefaser Platten ausgestattet ist. GT3- und Porsche-Fans haben mit Podium Button Modul Endurance die Möglichkeit sich für Langstreckenrennen zu wappnen. Mit der originalgetreuen Nachbildung des Porsche 911 GT3 R-Lenkrads, samt einer größeren LED-Anzeige und den passenden Knöpfen und Drehschaltern aus dem echten Rennfahrzeug seid ihr gut gerüstet auf eine lange SimRacing-Nacht.

Auch bei Lenkrädern gibt es preislich kaum Grenzen nach oben. Der italienischer Hersteller Cube Controls bietet zwar nur Formel- und GT-Lenkräder an, diese haben es allerdings in sich. Gerichtet an SimRacing-Profis und Profi-Rennfahrer sowie alle, die es werden wollen, haben die Lenkräder je nach Modell einen 4,3 Zoll-großen LCD-Bildschirm, den ihr individuell konfigurieren könnt, sowie beleuchtete Knöpfe, was absolut empfehlenswert ist. Die Frontplatten in echtem Carbon verstehen sich da schon von selbst. Auch die Schalthebel stehen denen im echten Rennfahrzeug in nichts nach und die Lenkräder sind kompatibel mit Wheel Bases von Thrustmaster, Logitech, AccuForce, Fanatec und Simucube. F1-Profis wie Lando Norris und GT-Asse wie Kelvin van der Linde greifen auf die Lenkräder von Precision Sim Engineering zurück, die neben Formel- und GT-Varianten auch ein Modell für Le Mans-Prototypen anbieten. Auch individuelle Lenkräder werden von Precision Sim Engineering umgesetzt werden, können aber erst wieder ab 2021 ausgeliefert werden.